What is TwinOxide?

Dienstag, 24. Februar 2015

Essenskanäle für Bakterien-Bakterien verbinden sich untereinander und tauschen Nährstoffe aus




http://www.mpg.de/8985214/essenskanaele-fuer-bakterien?filter_order=L&research_topic=


Essenskanäle für Bakterien

Bakterien verbinden sich untereinander und tauschen Nährstoffe aus

23. Februar 2015
Dass Bakterien sich bei Nährstoffmangel gegenseitig aushelfen ist schon länger bekannt. Wie dieser Nährstoffaustausch praktisch aussehen kann, haben jetzt Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena sowie der Universitäten Jena, Kaiserslautern und Heidelberg, herausgefunden.  Sie haben entdeckt, dass manche Bakterien Nanokanäle zwischen einzelnen Zellen ausbilden, die den direkten Austausch von Nährstoffen ermöglichen.
<p>Elektronenmikroskopische Aufnahme gentechnisch ver&auml;nderter Bakterienst&auml;mme der Arten <em>Escherichia coli</em> und <em>Acinetobacter baylyi</em>, die Aminos&auml;uren &uuml;ber Nanokan&auml;le (schlauch&auml;hnliche Verbindungen zwischen Zellen) austauschen.</p>Bild vergrößern
Elektronenmikroskopische Aufnahme gentechnisch veränderter Bakterienstämme der ArtenEscherichia coli und ... [mehr]
Bakterien leben zumeist in artenreichen Gemeinschaften, in denen häufig Nährstoffe und andere Stoffwechselprodukte ausgetauscht werden. Es war bislang unklar, ob Mikroorganismen diese Substanzen ausschließlich über die Umwelt austauschen oder ob sie dafür direkte Verbindungen zwischen den Zellen benutzen. Wissenschaftler der Forschungsgruppe Experimentelle Ökologie und Evolution am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena haben bakterielle Gene ausgeschaltet, sodass die Bakterien manche Aminosäuren nicht mehr produzieren konnten, andere wiederum in erhöhtem Maße herstellten.
Für ihre Experimente nutzten die Wissenschaftler das BodenbakteriumAcinetobacter baylyi, sowie den Darmkeim Escherichia coli. Wuchsen die so veränderten Bakterien zusammen, konnten sie sich gegenseitig ernähren,um so den experimentell erzeugten Aminosäuremangel wieder auszugleichen.  Wurden die Bakterien allerdings durch einen Filter getrennt, der Aminosäuren im Nährmedium zwar durchließ, einen direkten Austausch zwischen den beiden Bakterienstämmen jedoch verhinderte, konnte keiner der Stämme wachsen. „Dies zeigte uns, dass offenbar ein direkter Kontakt zwischen den Zellen notwendig ist, um die Nährstoffe auszutauschen“, erläutert Samay Pande, der im Rahmen seiner Doktorarbeit am Max-Planck-Institut in Jena an diesem Projekt forschte und inzwischen wissenschaftlicher Mitarbeiter der ETH Zürich ist.
Im Elektronenmikroskop konnten die Wissenschaftler beobachten, dass sich zwischen beiden Bakterienarten Nanoröhren bildeten, die den Austausch von Nährstoffen ermöglichten. Auffallend war dabei, dass nur das DarmbakteriumEscherichia coli solche Strukturen nutzte, um sich mit Acinetobacter baylyi-Zellen zu verbinden. „Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Arten ist sicherlich, dass E. coli sich aktiv in Flüssigkeiten fortbewegen kann, währendA. baylyi dazu nicht imstande ist. Es könnte deswegen sein, dass E. colischwimmend seine Partner findet und so identifiziert, mit welcher Zelle es sich über Nanokanäle verbinden möchte,“ meint Christian Kost, Leiter der von der Volkwagen-Stiftung geförderten Forschungsgruppe Experimentelle Ökologie und Evolution.
„Ein Mangel an Aminosäuren löst die Bildung der Nanokanäle aus. Schalten wir ein Gen aus, welches für die Bildung einer bestimmten Aminosäure notwendig ist, verbinden sich die so genetisch veränderten Bakterien mit anderen Zellen, um ihren Nährstoffmangel zu kompensieren. Geben wir aber die benötigte Aminosäure zum Wachstumsmedium dazu, werden keine Nanokanäle produziert. Die Ausbildung dieser Strukturen hängt also davon ab, wie „hungrig“ eine Zelle ist“, fasst der Wissenschaftler die Ergebnisse zusammen.
In Bakteriengemeinschaften ist es für einzelne Arten von großem Vorteil, sich auf bestimmte biochemische Prozesse zu spezialisieren und andere Arbeiten sozusagen auszulagern: Das spart Ressourcen und steigert  Effizienz und Wachstum. Ob Nanokanäle nur dem hierzu notwendigen wechselseitigen Austausch von Nährstoffen dienen, oder ob einzelne Bakterienarten andere Bakterien auch parasitisch anzapfen und aussaugen, müssen weitere Untersuchungen klären.  Auch ist bislang noch unklar, ob Bakterien gezielt steuern können, an welche Zelle sie sich anheften. Immerhin ist eine solche Röhrenverbindung auch potenziell riskant, denn der Partner auf der anderen Seite könnte der Nanokanal-bildenden Zelle auch schaden.
„Die spannendste Frage bleibt für mich, ob es sich bei Bakterien tatsächlich um einzellige, relativ einfach strukturierte  Organismen handelt, oder ob wir es mit einer anderen Form der Vielzelligkeit zu tun haben. Bakterien könnten beispielsweise ihre Komplexität dadurch steigern, dass sie sich mit anderen Bakterien verbinden und so ihre Fähigkeiten kombinieren“, sagt Christian Kost. Seine Arbeitsgruppe widmet sich der zentralen Frage, warum Lebewesen miteinander kooperieren. Bakterielle Lebensgemeinschaften als experimentelle Modellsysteme sollen dabei helfen zu verstehen, warum sich bei den meisten Lebewesen im Laufe der Evolution ein kooperativer Lebensstil durchgesetzt hat.
[AO/CK/HR]

Montag, 23. Februar 2015

Befund zu Stringtangas

http://www.welt.de/print/wams/wissen/article137697212/Befund.html

DIE WELT


Befund

WISSENSCHAFT

Artikel vom  / Ausgabe 8 / Seite 1


 Stringtangassind sexy. Doch von ihnen gehen gesundheitliche Risiken aus, die den Trägerinnen meist nicht bewusst sind. Experten vom Infozentrum Inkontinenz warnen vor den Nachteilen der reizvollen Wäsche. Diese besteht oft aus Synthetikfasern und lässt sich nur bei niedrigen Temperaturen waschen.( Hygiene und Wäsche ).Bakterien wie Escherichia coli oder Pilze wie Candida albicans aus der Darmflora sollten nicht in Harnröhre oder Scheide gelangen. E.-coli-Bakterien sind Hauptursache für Blasenentzündungen; Pilze für vaginale Infektionen. Der Schnitt der Stringtangas begünstigt die Verbreitung der Erreger. Bei jeder Bewegung ziehen sie Keime vom After Richtung Harnröhre. Steigen sie in dieser auf, kann es zu Harnwegsinfekten kommen. Häufige.Blasenentzündungen  führen mit der Zeit zu einer Blasenschwäche. So kann der in der Jugend getragene Tanga für Inkontinenz in späteren Jahren verantwortlich sein. Gynäkologen raten zu Wäsche, die sich bei mindestens 60 Grad waschen lässt. ( Ausfluss und Co.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Kot und zu viel Chlor in Basler Hallenbädern

http://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/kot-und-zu-viel-chlor-in-basler-hallenbaeder-128755626

Kot und zu viel Chlor in Basler Hallenbädern

Wirklich sauber ist ein Hallenbad nur, wenn es leer ist. Wie zum Beispiel das 25-Meter-Becken des Rialto-Hallenbads vor seiner Wiedereröffnung im September 2013. Quelle: Juri Junkov/Fotograf
Wirklich sauber ist ein Hallenbad nur, wenn es leer ist. Wie zum Beispiel das 25-Meter-Becken des Rialto-Hallenbads vor seiner Wiedereröffnung im September 2013.
Quelle: Juri Junkov/Fotograf
Ein Labor-Bericht zeigt, dass einige Basler Hallenbäder die vorgeschriebenen Qualitätsnormen nicht einhalten. Darin steht, dass 30 von 188 Wasserproben aus 24 Basler Hallenbädern bemängelt wurden. von David Egger
Es stinkt nach Chlor und darum ist das Hallenbad hygienisch: Das denkt sich wohl so mancher, der in Hallenbädern seine Bahnen schwimmt. Und gesund ist Schwimmen sowieso. Oder nicht? Ein Bericht des Kantonalen Laboratoriums Basel-Stadt lässt jedenfalls aufhorchen.Darin steht, dass 30 von 188 Wasserproben aus 24 Basler Hallenbädern bemängelt wurden. Das Wasser war entweder nicht sauber oder enthielt zu viel Chemie.In zwei Proben fand das Labor das Bakterium Escherichia coli, besser bekannt unter seiner Abkürzung E. coli. Für Chemiker ist der Keim ein sogenannter Fäkalindikator, für den eigentlich Nulltoleranz gilt. Er zeigt an: Im Wasser sind menschliche Fäkalien vorhanden.Bedeutet das, dass in zwei Hallenbädern das eine oder andere Häufchen im Schwimmbecken umhertrieb? Sylvia Gautsch, Autorin der Studie, verneint: «Es handelt sich um kleine, nicht sichtbare Mengen Stuhl.»Dass diese ins Badewasser gelangen, hat zum einen mit dem Abgang von Blähungen zu tun. Zum anderen hafte dem Hintern immer ein wenig Material an, da mag der selbige noch so gut geputzt werden, bestätigt Gautsch: «Wir Menschen sind schliesslich nicht steril.»Drei Hallenbäder mit zu viel HarnUnd so rein der Hintern oder so stark der Wille auch sein möge: Manchmal ist die Blase schwach. In drei Hallenbädern lag der Harnstoffgehalt über dem Toleranzwert. In sechs Proben war die Anzahl aerober mesophiler Keime – dabei handelt es sich um einen allgemeinen Hygiene-Indikator – zu hoch, lag also bei über 1000 pro Milliliter.Um all den Keimen und Verunreinigungen Herr zu werden, sind die Hallenbäder dazu verpflichtet, Chemie einzusetzen. Doch das Gleichgewicht zwischen Sauberkeit und Chemie bereitet den Bademeistern anscheinend Mühe: Sieben Proben wiesen eine zu kleine Chlormenge auf, sechs eine zu hohe. Der pH-Wert war bei neun Proben zu niedrig und bei einer Probe zu hoch.Gegen die 68-seitige Wasserqualitäts-Norm 385/9 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) wurde in 16 Prozent der Proben verstossen. Knapp in Ordnung war die Qualität in 23 Prozent der Fälle, dort lagen die Werte im Toleranzbereich. In 115 Proben wurden indes die Richtwerte eingehalten. Das heisst: 61 Prozent der Wasserproben waren einwandfrei.Diese Ergebnisse locken eher in die heimische Badewanne als die öffentlichen Hallenbäder, zumal die Kunden nicht erfahren werden, welche Bäder nicht sauber sind oder wo zu viel Chemie ins Wasser läuft. Doch Sylvia Gautsch, Autorin des Berichts, gibt grundsätzlich Entwarnung: «Sorgen muss man sich keine machen. Das Wasser ist meistens in Ordnung.» Bei den ungenügenden Qualitätswerten handle es sich um sporadische Ausrutscher, die jedes Hallenbad treffen können. Und zwar jederzeit: Das Kantonslabor führte seine Kontrollen auch im vergangenen Jahr unangekündigt durch.Vom Qualitätsziel weit entfernt.Die Qualitätssicherung könne stark verbessert werden, heisst es unter anderem in den Schlussfolgerungen des Berichts. Null ungenügende Proben werden zwar kaum je erreicht. 16 Prozent sind indes zu viel. «Das Ziel sollte schon sein, den Wert ungenügender Proben auf unter 10 Prozent zu bringen», sagt Gautsch.Dass das erreicht wird, ist vorerst unwahrscheinlich. Denn die Entwicklung zeigt in eine andere Richtung: 2012 lag die Betriebsrate mit unbefriedigender Qualitätssicherung bei den öffentlichen Bädern (also den Schulbädern und dem Rialto-Bad) bei 8 Prozent. 2013 stieg dieser Wert auf 15 Prozent und im letzten Jahr auf 23 Prozent. Als unbefriedigend gilt die Qualitätssicherung, wenn eine Badeanstalt bei den Wasserproben einen Anteil ungenügender Ergebnisse von über 20 Prozent hat.Bei 11 der 24 untersuchten Hallenbäder handelt es sich um nicht öffentliche, also zum Beispiel Hotelbäder. Diese Badeanstalten schliessen noch schlechter ab. Die Betriebsrate mit unbefriedigender Qualitätssicherung betrug dort 36 Prozent in den Jahren 2012 und 2013. Im letzten Jahr stieg sie auf 45 Prozent. Vergleiche mit noch älteren Werten sind nicht möglich, da vor 2012 eine andere SIA-Norm galt.In der Umsetzung dieser Norm müssten die Hallenbadbetreiber noch routinierter werden, sagt Sylvia Gautsch. «Die Wasseraufbereitungsanlagen sind hochsensibel.» Sie korrekt zu steuern und zu unterhalten sei eine heikle Aufgabe, zumal mit jeder Person Keime ins Wasser kommen würden. Insofern könnte man sogar sagen: Wer badet, wird einen Teil seiner Keime los. Sicher ist jedenfalls: Schwimmen bleibt eine gesunde körperliche Ertüchtigung und stärkt die Abwehrkräfte.
(bz Basel)

Dienstag, 6. Januar 2015

Krankenhauskeime: Natürlicher Bakterienkiller entdeckt

http://derstandard.at/2000009501847/Krankenhauskeime-Natuerlicher-Bakterienkiller-entdeckt

Krankenhauskeime: Natürlicher Bakterienkiller entdeckt

Deutsche Wissenschafter haben ein potenzielles Antibiotikum entdeckt, das gegen die schwer zu bekämpfenden gramnegativen Bakterien wirkt

Die Erreger von Infektionserkrankungen Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Acinetobacter baumanii und Pseudomonas aeruginosa haben zwei große Gemeinsamkeiten: Sie gehören zu den sogenannten gram-negativen Bakterien und sind in Krankenhäusern besonders gefürchtet. Deutsche Wissenschafter haben nun ein potenzielles neues Antibiotikum entdeckt, das gegen diese schwer zu bekämpfenden Bakterien wirkt. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im renommierten Journal "Angewandte Chemie International Edition".

Gefährliche Resistenzen

Immer mehr Keime entwickeln Resistenzen gegenAntibiotika, sodass diese einstigen Wunderwaffen ihre Wirkungskraft verlieren. Vor allem in Krankenhäusern stellt die steigende Anzahl resistenter Keime das Personal vor große Probleme und ist eine große Gefahr für die Patienten."Am schwierigsten zu behandeln ist die Gruppe der gram-negativen Bakterien. Diese besitzen zwei Zellmembranen. Potenzielle Wirkstoffe müssen durch beide hindurch, um eine Wirkung zu erzielen", sagt Rolf Müller, Geschäftsführender Direktor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland, das gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig die aktuelle Studie veröffentlicht hat.
Dadurch sind die Anforderungen an mögliche Wirkstoffe wesentlich komplexer als bei den gram-positiven Bakterien, die nur eine Zellmembran besitzen. Trotz der komplexen Anforderungen ist es Müller und seinen Kollegen gelungen, aus dem Myxobakterium Cystobacter sp. einen Stoff zu isolieren, der auch gegen gram-negative Bakterien wirkt. "Wir haben eine aus chemischer Sicht vollkommen neue Stoffklasse entdeckt, die wir Cystobactamide getauft haben", sagt Müller. "In Experimenten haben wir gezeigt, dass diese gegen die gram-negativen Bakterien Escherichia coli und Acinetobacter baumannii wirksam sind."

Bakterien-Stoffwechsel behindern

Die Wirkstoffe sind also in der Lage, die doppelte Zellmembran zu durchdringen und die Bakterien so bekämpfen. Auch wie sie ihre Wirkung entfalten, konnten die Wissenschaftler bereits zeigen. "Wir konnten nachweisen, dass die Cystobactamide als Gyrasehemmer fungieren: Sie verhindern, dass die DNA der Bakterien platzsparend wie ein verdrillter Gartenschlauch verdichtet werden kann", erläutert Müller.
Wird dieser Vorgang gestört, kann die DNA auch nicht mehr korrekt abgelesen werden und der Stoffwechsel wird entscheidend behindert. Gyrasehemmer an sich sind nichts Neues. Ganz im Gegenteil: Viele der bisherigen und wirksamsten Antibiotika basieren auf diesem Prinzip. "Allerdings konnten wir erstmals einen Wirkstoff aus Naturstoffen gewinnen, der so funktioniert", sagt Müller.
Das Potenzial der bekannten, chemisch hergestellten Gyrasehemmer ist praktisch ausgeschöpft. Sie können nach jahrzehntelanger Verbesserung nicht weiterentwickelt werden. In der neuen Stoffklasse der Cystobactamide hingegen gibt es noch vielfältige Optimierungsmöglichkeiten.
"Wir hoffen, durch chemische Veränderungen vor allem die Wirkung gegen gram-negative Bakterien weiter verstärken und verbreitern zu können", sagt Müller. "Sollte uns das gelingen, sind Cystobactamide ein echter Hoffnungsträger im Kampf gegen Krankenhauskeime und andere gram-negative Bakterien." (red, derStandard.at, 17.12.2014)

Malaysias Regierungschef infizierte sich in Überschwemmungsgebieten

http://www.tt.com/home/9452121-91/malaysias-regierungschef-infizierte-sich-in-%C3%BCberschwemmungsgebieten.csp

Malaysias Regierungschef infizierte sich in Überschwemmungsgebieten


Kuala Lumpur (APA/dpa) - Malaysias Regierungschef Najib Razak hat sich nach mehreren Besuchen in Überschwemmungsgebieten mit Kolibakterien infiziert. Der Regierungschef müsse sich ein paar Tage ausruhen, teilte sein Büro am Montag mit. Es brachte die Infektion mit dem Darmkeim Escherichia coli (E. coli) mit den Besuchen in den Hochwassergebieten in direkten Zusammenhang.
„Ich werde die Organisation der Hilfe von zu Hause aus überwachen“, twitterte der Regierungschef. Das Land hat seit Jahrzehnten nicht mehr so schwere Überschwemmungen erlebt wie in diesem Jahr. Auslöser sind die um diese Jahreszeit üblichen Monsunregen. 80 Menschen sind dabei umgekommen, 250.000 mussten zeitweise aus ihren Häusern fliehen.
Prävention möglich!


Dienstag, 2. Dezember 2014

Test auf Salmonellen für Verbraucher entwickelt

http://www.analytik-news.de/Presse/2014/717.html





02.12.2014
Test auf Salmonellen für Verbraucher 

entwickelt
http://www.laborinformation.de/adserver/www/delivery/lg.php?bannerid=171&campaignid=58&zoneid=32&loc=1&referer=http%3A%2F%2Fwww.analytik-news.de%2FPresse%2F2014%2F717.html&cb=5a8a813d32

Das ifp Institut für Produktqualität untersucht ab sofort im Auftrag von Verbrauchern Küchenhygieneproben auf Salmonellen und Coli-Bakterien. Ob die mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbaren Krankheitserreger auf Schneidebrettern, Arbeitsflächen oder im Kühlschrank verteilt sind, können Privathaushalte über mit einem einfachen Tupfertest ermitteln. Die Analyse wird im akkreditierten Labor des ifp durchgeführt.

Bereits im Oktober hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Verbraucher in einem YouTube-Video auf die Infektionsrisiken bei der Zubereitung von rohem Fleisch hingewiesen. 2011 enthielten 6,3 Prozent aller amtlich untersuchten Hähnchenfleischproben Salmonellen; auch über Hackfleisch oder Eier können die Erreger in die Küche gelangen. Oft kommt es so zu einer unbewussten Verbreitung der Erreger. Ein typisches Infektionsbeispiel ist die Zubereitung von verzehrfertigen Lebensmitteln auf einem Küchenbrett, das zuvor mit rohem Geflügelfleisch in Kontakt war.

Der vom ifp Institut für Produktqualität angebotene Küchenhygienetest besteht aus einem Probenröhrchen mit integriertem Wattetupfer. Die zu untersuchende Oberfläche wird mit dem Tupfer abgerieben und dieser anschließend per Post an das Labor geschickt. Hier wird die Untersuchung auf Salmonellen und den Darmkeim / Escherichia coli / (Coli-Bakterien) durchgeführt. Letztere deuten auf fäkale Verunreinigungen und damit auf mangelhafte Hygiene hin.

Übrigens: Salmonellen-Infektionen werden mitunter auch durch Haustiere ausgelöst. "Katzen und Hunde können die Keime über ihre eigenen Ausscheidungen oder nach Kontakt mit der Umwelt in den Haushalt tragen und sie so auch auf Oberflächen verteilen, die mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommen. Reptilien und Vögel sind ebenfalls als Wirtstiere für Salmonellen bekannt", sagt Birgit Michel, Hygienemanagerin beim ifp Institut für Produktqualität. "Sogar Menschen können nach einer abgeklungenen Erkrankung Salmonellen-Dauerausscheider sein, ohne selbst entsprechende Symptome zu zeigen."

Kontakt
Tobias Hein
Tel. 030 / 76 68 60 - 29 
hein@produktqualitaet.com


Donnerstag, 27. November 2014

Die Gefahr lauert auf dem Schneidebrett

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Gefahr-lauert-auf-dem-Schneidebrett/story/10455186

Die Gefahr lauert auf dem Schneidebrett
Resistente Superkeime werden leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Eine neue Studie zeigt, wie sie sich verbreiten - und auch in unsere Küchen vordringen.

Keimschleuder Küchenbrett: Auf 12 Prozent aller Schneidebretter, auf denen Geflügel geschnitten wird, bleiben multiresistente Supererreger zurück.


Keimschleuder Küchenbrett: Auf 12 Prozent aller Schneidebretter, auf denen Geflügel geschnitten wird, bleiben multiresistente Supererreger zurück.
Von Felix Schindler
Redaktor Inland
@f_schindler17:17

Sie sind bloss vier oder fünf Tausendstel Millimeter gross – und scheinen einen ungeheuren Überlebenswillen zu haben. Sie eignen sich ständig neue Fähigkeiten an, um ihre Feinde abzuwehren. Nicht mit klassischer Verteidigung, sie zerstören ihre Widersacher. Das Bakterium Escherichia coli, das die sogennante Resistenz ESBL bildet, ist ein multiresistenter Superkeim.
E. coli leben friedlich im Darm von Menschen und Tieren. Ausserhalb ihres Zuhauses sind sie Verursacher von Blutvergiftungen und zahlreichen Infektionen, etwa an den Harnwegen oder der Gallenblase. Das war lange kaum ein Problem: Bis vor 10 Jahren konnten 99 Prozent dieser Mikroorganismen mit Antibiotika bekämpft werden. Heute sind bereits 10 Prozent dieses Typs resistent gegen zahlreiche Wirkstoffe. Die Zahl der Keime, gegen die kein Kraut mehr gewachsen ist, nimmt ständig zu. Wegen multiresistenten Keimen wie diesen sterben jedes Jahr rund 2000 Menschen in der Schweiz.
Jedes zweite Paar Handschuhe verseucht
Bisher war bekannt, dass die Übertragung von E. coli von Mensch zu Mensch erfolgt, etwa beim Händeschütteln. Inzwischen haben Wissenschafter des Universitätsspitals Basel und der Universität Zürich einen weiteren Übertragungsweg nachgewiesen: die Küche. Sie untersuchten 298 Schneidebretter, 154 stammten aus Krankenhausküchen, 144 aus privaten Haushalten. Auf jedem zwanzigsten entdeckten die Forscher brandgefährliche Keime, sogenannte ESBL-bildende Keime. Dies geht aus einer im Mai in einem Fachjournal publizierten Studie hervor. Sämtliche Funde haben eines gemeinsam: Auf jedem kontaminierten Schneidebrett wurde zuvor Geflügel verarbeitet. Rind, Schwein, Lamm, Wild, Fisch und Gemüse hinterliessen keine ESBL-Bildner.
Das heisst: Auf 12 Prozent aller Schneidebretter, auf denen Geflügel geschnitten wurde, setzte sich der lebensgefährliche Keim ab. Die Zahl von kontaminierten Küchenutensilien war in Spitalküchen fast doppelt so hoch wie in privaten. Noch eindeutiger fiel die Analyse von Latexhandschuhen aus den Spitalküchen aus: Jedes zweite Paar Handschuhe, das für die Verarbeitung von Geflügel verwendet wurde, war mit ESBL-bildenden Bakterien verseucht. Die Forscher kamen zum Schluss: «Unsere Studie liefert den Nachweis, dass Küchengeräte und Hände leicht mit ESBL-bildenden E. coli kontaminiert werden, wenn damit rohes Geflügel verarbeitet wird. Dies stellt eine wichtige potenzielle Ursache für die weitere Übertragung sowohl in Spitalküchen als auch in privaten Haushalten dar.»
Strategie gegen Superkeime soll nächstes Jahr verabschiedet werden
Die Resultate der Studie sind allerdings nicht ganz so bedrohlich, wie es im ersten Moment klingt. Der Keim kann von Händen und Schneidebrett weggeschrubbt und beim Waschen bei mindestens 60 Grad abgetötet werden – nur abspülen oder abwischen reicht nicht. So halten es die Forscher für wahrscheinlich, dass die Hygienemassnahmen in vielen Küchen lückenhaft sind und der Verbreitung von weiteren multiresistenten Kulturen Vorschub geleistet wird.
Der Bund erarbeitet seit letzten Sommer eine Strategie, wie er der wachsenden Bedrohung durch antibiotikaresistente Erreger begegnen will. Die Verabschiedung der Strategie gehört zu den Zielen des Bundesrates für das kommende Jahr, die er gestern veröffentlicht hat. Wie einschneidend die Forderungen der Strategie sein werden, ist derzeit noch offen. In den vergangenen Jahren hatte das Parlament jeweils konkrete Massnahmen vorgeschlagen, etwa ein Gütesiegel für antibiotikafreies Fleisch oder eine Meldepflicht für gewisse Infektionen. Diese Anregungen hat der Bundesrat stets zurückgewiesen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
(Erstellt: 27.11.2014, 15:52 Uhr)